Ost Places - Vom Verschwinden und Wiederfinden der DDR

Sathmarer Oktoberfest 2019

Am kommenden Wochenende vom 28. bis 29.09. wird zum 9. Mal das Sathmarer Oktoberfest veranstaltet. Das Fest beginnt am Samstag um 14:00 Uhr mit dem Bieranstich. Allen Besuchern wird ein reichhaltiges kulinarisches und kulturelles Programm geboten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Recherchereise "Auf den Spuren der Sathmarer Schwaben"

„Vom Suchen und Finden der eigenen Identität“ – Von Nordsiebenbürgen nach Ulm und Mittelfranken

Die ehemalige Reichsstadt Ulm, ist eine an der Donau am südöstlichen Rand der Schwäbischen Alb an der Grenze zum Freistaat Bayern gelegene Universitätsstadt und mit ihren ca. 125 000 Einwohnern wahrlich keine Metropole. Dennoch hat sie zu Rumänien eine, vielen Menschen unbekannte Beziehung.

 

Vor über 300 Jahren machten sich viele Schwaben und Auswanderer aus süddeutschen und sonstigen deutschsprachigen Regionen von Ulm aus über die Donau auf den Weg in ein neues Land - ein neues Leben. Die Vorfahren vieler Donauschwaben begaben sich genau auf diese Reise. Der Fluss, der in Donaueschingen entspringt, war daher auch namensgebend in der Genese des modernen Begriffs „Donauschwaben“, der erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Weg in die Wissenschaft fand. Ulm war und ist daher ein Ort von historischer Bedeutsamkeit. Die Relevanz dieser Migrationsgeschichte lässt sich auch heute noch am Donauufer entdecken. Gestiftete Tafeln verschiedener Gruppen der Donauschwaben, erinnern an die Auswanderung und deren Schicksal.

Auf diesen Spuren wandelten vom 22. bis 26. August auch 33 langjährige Mitglieder und Förderer des Demokratischen Forums der Region Nordsiebenbürgen. Die Recherchereise „Auf den Spuren der Sathmarer Schwaben“ war auch als weiterführender Impuls des Geschichtsprojektes mit dem selben Namen, in dessen Verlauf bereits 2017 acht Jugendliche aus Sathmar, unter der Leitung von ifa-Kulturmanager Arthur Glaser, in Ulm ihre eigene Geschichte rekonstruierten. Nun war es an der vorherigen Generation, sich auf dieselbe Spurensuche zu begeben. Die Recherchereise hatte nicht nur den Zweck, den Teilnehmern zu ermöglichen auf die Suche nach der eigenen Familiengeschichte zu gehen, sondern vielmehr auch eine Multiplikatorenfunktion. Engagierte innerhalb der diversen Orts- und Kreisforen sollen durch das Gesehene und Erlebte aktiviert werden, die historische Aufarbeitung auch in den Heimatorten mit schwäbischer Geschichte in Nordsiebenbürgen in Form von Kultur- und Bildungsangeboten zu entfalten. Viele Sathmarer Schwaben haben im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts nicht nur den Bezug zur deutschen Sprache und zum schwäbischen Dialekt verloren, sondern vielmehr auch den Bezug zur eigenen Identität. Die Recherche soll daher auch einen identitätsstiftendes Element sein. Die Reise führte die Gruppe durch die Länder Ungarn und Österreich bis in den Süden Deutschlands der sog. „Urheimat“ nach Ulm und anschließend in die Region Nürnberg.

Am 23. August konnten die Teilnehmer aus dem vollen Brunnen der historischen Spuren der Stadt Ulm schöpfen. Museums- und Stadtführer Jörg Zenker, führte die Gruppe durch die sehenswerte Dauerausstellung des Donauschwäbischen Zentralmuseums (DZM). Auf etwa 1.500 m² Ausstellungsfläche erzählt das Museum, welches sich nur wenige hundert Meter vom Donauufer befindet, die wechselvolle Geschichte der Donauschwaben vom späten 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zur Gruppe der Donauschwaben gehören auch die Sathmarer Schwaben. Schon der Modellnachbau einer Ulmer Schachtel vor dem Museum, lässt den Besucher bereits vor dem Eintritt in die Geschichte eintauchen. Den Teilnehmern wurde so eine kulturhistorische Schatzkiste geöffnet, aus der sie sich bedienen konnten. Einige Ausstellungsstücke berührten besonders, da sie mit Kindheitserinnerungen und –erlebnissen assoziiert wurden. Der Gruppe wurde so auch vor Augen geführt, unter welchen Umständen ihre Vorfahren einst ihre Heimat verließen, um im damaligen Ungarnland eine neue zu finden und mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert waren. Im Anschluss des Museumsbesuchs führte Jörg Zenker die Gruppe aus Nordsiebenbürgen mit seiner Expertise durch die Stadt. Vom Donauufer ins Fischerviertel, vorbei am schiefsten Hotel der Welt, zum Haus, wo einst die Großmutter Albert Einsteins wohnte. Von dort aus wurde das Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt in Angriff genommen. Die Stadt an der Donau ist voll von historischen Spuren der Donauschwaben. Jeder, der auf diesen auch heute noch wandelt, kann ein Stück eigener Geschichte nacherleben. Im Anschluss führte Otto Buchmüller, ehemaliger Vorsitzender der Landsmannschaft der Sathmarer Schwaben, die Gruppe auch zum Ulmer Schwal. Die heute auf der Donauseite Neu-Ulms liegende Insel, fungierte als Ablegestelle vieler Ulmer Schachteln, auf denen die Aussiedler mit Beginn des 18. Jahrhunderts ihren Weg donauabwärts in ein neues Leben starteten. Nachdem Mittagessen konnten die Teilnehmer auch genau diesen Weg, auch wenn nur in der Form einer einstündigen Donauschifffahrt, nacherleben. Gegen Abend stieß auch Thomas Erös, Vorsitzender der Landsmannschaft der Sathmarer Schwaben, zur Gruppe und begrüßte die Landsleute.

Am 24. August machte sich die Gruppe von Ulm aus auf den Weg Richtung Mittelfranken. Dies war nicht nur eine geographische Weiterreise sondern in erster Linie auch eine historische. In der Region Mittelfranken vor allem Nürnberg, Hersbruck, Lauf an der Pegnitz sowie Schwabach  fanden viele Sathmarer Schwaben in den Nachkriegsjahren, den 1970er und 80er sowie nach der Revolution von 1989 eine neue Heimat. Hier wird heute noch sathmarschwäbische Kultur aktiv gelebt. Besonders hervorzuheben ist die HOG (Heimatortsgemeinschaft) Schandern, die das Kulturleben der alten Heimat aufrechterhält und tradiert. In Nürnberg standen zunächst ein Empfang sowie ein Mittagessen im Haus der Heimat auf dem Programm. Das Haus der Heimat fungiert seit 1998 als Begegnungsstätte für deutsche Vertriebene und Aussiedler aus (Süd-)Osteuropa. Die Geschäftsführerin des Hauses, Frau Doris Hutter, welche selbst aus Rumänien stammt, begrüßte die Gäste im Begegnungszentrum. Im Anschluss machte sich die Gruppe aus Nordsiebenbürgen auf die Entdeckung der Stadt Nürnberg. Hierzu gehörte auch der Besuch des historischen Zeppelinfeldes, dass den Nationalsozialisten als Reichsparteitagsgelände diente. In Sichtweite dieser historischen Stätte befand sich die Erstaufnahmeeinrichtung, die für viele Sathmarer Schwaben, welche als Aussiedler nach Deutschland kamen als erste Unterkunft und Durchlaufsstation diente.  In Form einer Stadtführung konnten die Teilnehmer ebenso in die reichhaltige Geschichte der Stadt eintauchen. Am folgenden Tag besuchte die Gruppe in der Gemeinde Hersbruck den Gottesdienst, der auch von Pater Tiberius Schupler, der ebenfalls der Gruppe aus Sathmar angehörte, mitzelebriert wurde. In der Gemeinde Hersbruck und Umgebung leben heute eine Vielzahl Sathmarer Schwaben, vor allem aus der Ortschaft Schandern. Dem Gottesdienst folgte ein gemütliches Beisammensein mit Landsleuten und Mitgliedern der Kirchengemeinde Hersrbruck. Vorstandsmitglied der HOG Schandern, Paul Kaiser, führte die Gruppe anschließend durch Hersbruck, welches ebenfalls über eine herausragende Geschichte verfügt. Zur Führung  gehörte auch die Station des Dokumentationsortes Hersbruck. Das Dokumentationszentrum besteht aus einem begehbaren trapezförmigen Bauwerk, das auf die Installation in Happurg ausgerichtet ist. Der Kubus stellt die individuellen Schicksale der Gefangenen des KZ-Außenlagers Hersbruck in den Mittelpunkt. Auf einen Medientisch werden die Namen von rund 9.000 Häftlingen projiziert. Herr Kaiser führte der Gruppe vor Augen, dass bereits wärhend des Zweiten Weltkrieges Menschen aus der Region Sathmar durch die Kriegsumstände nach Hersbruck kamen.  Hier und vor allem in der Region schloss sich somit auch der Kreis der Recherchereise, der in Ulm mit der Auswanderung im 18. Jahrhundert begonnen hatte und heute viele Sathmarer Schwaben und die nachfolgenenden Generationen eine neue Heimat gefunden haben. Besonderen Dank für die Unterstützung, Organisation und herzliche Gastfreundschaft an Frau Anna Steinbinder, Paul Kaiser, dem Ehepaar Toma, der gesamten HOG Schandern sowie dem Team des Haus der Heimat, die den Aufenthalt der Gruppe unvergesslich gemacht haben. Ebenfalls gilt auch dem Team des Donauschwäbischen Zentralmuseums Ulm ein besonderer Dank. Die Gruppe aus Nordsiebenbürgen konnte sich am 26. August mit vielen schönen Erinnerungen, Eindrücken sowie neuen Impulsen zurück auf den Weg nach Rumänien machen.

Die Recherchereise konnte neben den Eigenbeiträgen der Teilnehmer, durch die großzügige finanzielle Unterstützung folgender Förderer und Sponsoren ermöglicht werden: Haus des Deutschen Ostens, Landesforum, Kulturverband Sathmarense, Steiger SRL, Dacorim Prox SRL, SC Infotir SRL.

Die diesjährigen Deutschen Kulturtage in Sathmar finden vom 23. bis 25. Mai statt.

Wir laden Sie alle ganz herzlich zum Genießen unseres Kulturprogrammes ein.

 

 

Vortrag: "Die Europawahlen 2019: Deine Stimme zählt!"

Zu den diesjährigen Europawahlen (23.-26.05.) wird Frau Dr. Roxana Stoenescu, seit 2017/18 als Dozentin an der Fakultät für Europastudien und Internationale Beziehungen, der Abteilung für Internationale Beziehungen und Deutsche Studien der Universität Babeș-Bolyai in Klausenburg, einen Vortrag halten.

Der Vortrag: "Die Europawahlen 2019: Deine Stimme zählt!“, richtet sich vor allem an die Schüler/innen der Klassenstufen 11./12. des Deutschen Theoretischen Lyzeums „Johann Ettinger“ in Sathmar sowie an Erstwähler und sonstigen Interessierten.

Die Referentin wir dabei die Grundprinzipien der Demokratie - der Volksherrschaft erklären. Ein Grundpfeiler der Volksherrschaft ist die Beteiligung des Volkes- durch sein Stimm- und Wahlrecht- am politischen Gemeinwesen. Verständlich soll den Zuhörern dadurch die Bedeutung der politischen Partizipation und die Wichtigkeit ihres Stimmrechtes werden. Zentrale Fragen sind hierbei warum und vor allem wie man als EU-Bürger Europa mitgestalten kann. Um das beantworten zu können, beleuchtet der Vortrag insbesondere die Europawahlen; das EU-Parlament und das EU- Parteiensystem.

Zweck dieses Vortrages ist es in erster Linie den Schüler/innen zum einen ihre politische Mündigkeit und und zum anderen die EU- Parlamentswahlen verständlicher zu machen.     

Veranstaltungskalender 2019

Es ist soweit! Der Veranstaltungskalender des DFD Kreis Sathmar für das Kalenderjahr 2019 ist nun verfügbar.

Hier als PDF.

Oder auch als Faltbroschüre im Sitz des Forums Sathmar. Strada Horea Nr. 10.

Gedenkfeier der Deportation in die Sowjetunion

Am 27. Januar 2019 gedenken wir der Deportation der Sathmarer Schwaben in die ehemalige Sowjetunion!

 

Beitrag der Deutschen Minderheit zur Großen Vereinigung 1918

 

Perspektiven der deutschen Minderheit während und nach der „Großen Vereinigung“ von 1918

Der Vereinigung vom 1. Dezember 1918 und Bildung von Großrumänien stimmten die verschiedenen deutschen Siedlergruppen zu unterschiedlichen Terminen bei. Am 26. November 1918 waren es die aus der Bukowina, am 9. Dezember 1918 waren es die in Bukarest lebenden Deutschen, die Siebenbürger Sachsen taten dieses am 8. Januar 1919 auf der sächsischen Nationalversammlung in Mediasch, die aus Bessarabien taten es im März 1919, am 10. August 1919 bei der Vollversammlung der Banater Schwaben in Temeswar folgte deren Zusage. Gab es vor der Vereinigung und Bildung Großrumäniens zwischen den deutschen Siedlungsgruppen nur sporadische Verbindungen, waren mit der Bildung des einheitlichen Nationalstaates die Voraussetzungen geschaffen, dass sich auch diese Bevölkerungsgruppen zusammenschließen. Am 6. September 1919 hatten sich in Temeswar die Vertreter aller deutschen Siedlungsgruppen zu einer Versammlung getroffen, wobei ein gemeinsames Wahlprogramm unter Anleitung von Rudolf Brandsch angenommen wurde. Daraufhin konnte 1921 der Verband der Deutschen in Rumänien gegründet werden, dessen erster Vorsitzender Rudolf Brandsch bis 1931 war, und ihm dann der Schwabe Kaspar Muth von 1931 bis 1935 folgte. Laut der Volkszählung vom 29. Dezember 1930 lebten auf dem damaligen Landesgebiet 18.057.028 Bewohner, davon 12.981.324 Rumänen, 745.421 Deutsche, 728.115 Juden. Was die damalige Zahl der deutschen Siedlergruppen auf dem heutigen Gebiet Rumäniens betrifft, waren es insgesamt 625.000 deutsche Angehörige, davon 280.000 Banater Schwaben, 238.000 Siebenbürger Sachsen, 22.000 Sathmarschwaben, 40.000 Bukowinadeutsche, 12.000 Dobrudschadeutsche, 33.000 Deutsche in anderen Gebieten des Landes. Diese gehörten dem Verband der Deutschen in Rumänien an, der dann dem 1922 von Rudolf Brandsch gegründeten Verband der deutschen Volksgruppen in Europa beitrat, dessen Vorsitzender er fast zehn Jahre bleiben sollte.

Deutscher Kulturabend am 25.11.2018 in der Philharmonie "Dinu Lipatti"

Am Sonntag, den 25. November 2018 veranstaltet das Demokratische Forum in Sathmar wieder den traditionellen "Deutschen Kulturabend" in der Philharmonie "Dinu Lipatti".
Ab 18:00 Uhr sind alle herzlich Willkommen und eingeladen zu unserem vielfältigen Kulturprogramm.

 

 

Jubiläum 10. Strudlifest Sathmar 30.11.2018

Am Freitag, den 30.11.2018 wird das traditionelle Strudlifest in Sathmar zum 10. Mal veranstaltet. Das Demokratische Forum der Deutschen im Kreis Sathmar und die Deutsche Gemeinde Kalvarienkirche laden als Organisatoren alle ganz herzlich ab 16:00 Uhr zu diesem Jubiläum in den Wendelin-Fuhrmann-Saal ins Schwabenhaus, Vasile Lucaciu nr.9 ein.

 

Schwäbische Schlachtschüssel am 08.12.2018 in Petrifeld

Am Samstag, den 08. Dezember 2018 lädt der Schwäbische Männerchor zur "Schwäbischen Schlachtschüssel" ins Kulturhaus nach Petrifeld. Alle sind ganz herzlich ab 10:00 Uhr willkommen.